Da hast du recht, der Wirkungsgrad bei Gleichstrommotoren wird nicht in cos phi angegeben sondern im griechischen Buchstaben (eta).
Ich habs aber auch nicht gegoogelt sondern hatte einen Motor mit dem Typenschild aus der Ausbildung vor meinem Geistigen Auge.
Dennoch ist der Wirkungsgrad im Arbeitsbereich bei Anlassern typisch etwa 0,75.
Es werden also 25% der Energie in Wärme umgewandelt.
Was bei 2,2KW unserem Anlasser schon beachtliche 550 Watt wären.
Bei deinem Beispiel wären das über
2200Watt Verlustleistung !
Der Anlasser ist gekapselt und hat keine Kühlung, er steckt sogar noch in einem Hitzeschutz, im Zweifelsfall noch neben einem 300 Grad heißen Auspuff und einem 90 -120 Grad warmen Motor. Die Spule im Inneren würde sich nach dem ersten Anlassen in Ihre Bestandteile Auflösen... Der Anlasser ist gerade mal 20x 10 cm groß ...
Da ich bei drehendem Motor V12 und einer Batteriespannung von 10V tatsächlich ca.:200A über einen Shunt Widerstand
gemessen habe kann die Aussage des BOSCH Mitarbeiters (Bernd) nicht stimmen. Auch dreht mein 2,2 KW Anlasser mit meinem 12V / 30 Ampere Netzteil problemlos. Was er bei dem von
Bernd behaupteten Anlassstrom gar nicht dürfte.
Auch die Aussage unter 2. ist physikalisch falsch. je wärmer der Motor wird, desto geringer wird die Leistung.
Beispiel aus dem Alltag:
Wir sind früher mit den Dingern GoKart gefahren mit einer 60AH Batterie ca 20 Minuten.
Einfachste Rechnung: die Batterie bringt eine Stunde lang idealerweise 60A (A=Ampere H= Stunde)
das macht bei 120A also 30Minuten und bei 150A ca.20 Minuten Fahrzeit. Passt also zu meinen Messwerten.
Kommst beim Schraubertag mal vorbei und wir messen zusammen